Architektur€pochen

Tetraeder im Schaukasten im ersten Stock der Wegelerstr. 10Pyramide

Die Einzigartigkeit dieses Bauwerks besteht in dem dreieckigen Grundriß und der Reinheit der Form. Als Weltkulturerbe steht es unter Denkmalschutz.

Große Hörsaal des Mathematischen InstitutsAmphitheater

Eine zeitlos klassische Form, die auch noch heute in ihrer Funktionalität nicht übertroffen wird. Besonders raffiniert: die technischen Einrichtungen zum raschen Kulissenwechsel.

Modell einer Minimalfläche im SchaukastenBarocke Verzierung

Ein Zierelement, das einer ganzen Epoche den Namen verliehen hat. Die charakteristische schiefrunde Form, mit filigranen Strukturen versehen, erreicht mit minimalem Aufwand ein Höchstmaß an ästhetischer Spannung.

Garten in der Beringstr. 1Englischer Garten

Kunstvoll angelegt und gleichzeitig von erstaunlicher Natürlichkeit: die höchste Meisterschaft erreicht die gestaltende Hand, wenn ihr Wirken nicht zu erkennen ist.

Sofa im Seminarraum C (Beringstr. 1)Biedermeiersofa

Dieses Möbelstück vermittelt das Lebensgefühl einer längst vergangenen Epoche. Es schafft einen Rückzugsraum ins Private - kuschelige altdeutsche Gemütlichkeit.

Deckenverzierung im Seminarraum E (Meckenheimer Alle 160)Jugendstilelement

Künstlerische Ausgestaltung eines Strukturelementes aus einer Zeit, die sich Moderne nannte. Heute jedoch erscheint uns seine Funktion seltsam antiquiert.

Gebäude des mathematischen Instituts in der Beringstr. 1Bauhaus

Erst nach eingehender Betrachtung erkennt man die enge Verbindung des Gebäudes zu seinen klassizistischen Nachbarn.

Ikosaeder im Lesesaal der Bibliothek des mathematischen InstitutsStahlkonstruktion

Eine Hymne aus Stahlträgern und Stahlseilen. Gleichzeitig eine Elegie auf das eherne Jahrhundert angesichts des Heranstürmens des Polypropylen- und Carbonfaser-Zeitalters.

Jahrtausende! - viele Epochen hinterlassen unauslöschliche Spuren, die Kontinuität der Umbrüche und Verwandlungen bestimmt unser Jetzt. Das mathematische Institut ist solch ein lebendiger Ort mehrtausendjähriger Kulturgeschichte. Kein durchsichtiger Hybrid aus Uhrenmuseum, reklamebunten Rechteckbildern, klassikquäkenden Multimediakisten in Siliziumflitter. Erfreut doch gerade das Unaufdringliche das suchend-sehende Auge. Nur einen kleinen Teil, mehr Ausschnitt als Querschnitt, können wir auf diesen Seiten präsentieren. Manch Kleinod wartet noch darauf, entdeckt zu werden. Besuchen sie das mathematische Institut, es lohnt sich!

Mathematisches Institut
Wegelerstr. 10
Beringstr. 1-3, 4- 6
Bonn

Öffnungszeiten Mo-Fr. 8-20 Uhr
Eintritt frei

(Fotos: © Oliver Lorscheid, Gunther Krauss)

Veröffentlicht in:

HängeMathe Nr. 19

Februar 2002

Entstehungsdatum

November 2001

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